Kirchgässner

Kirchgässner Elektrotechnik GmbH

 

Wir bieten Kompetenz in den Bereichen:

Vor- und Nachbehandlung von Oberflächen an Kunststoffen, Holz, Metallen und Sonderanwendungen

Beflammen wird für die Vorbehandlung von Kunststoffoberflächen in den Bereichen Lackieren, Bedrucken, Beschneiden, Verkleben, Kaschieren, Beschäumen und Beflocken eingesetzt. Bei Verwendung von PP-/PE Kunststoffen als Trägermaterial ist zur Erreichung entsprechender Haftung bei Einsatz von Druckfarben, Lacken, Klebstoffen usw. eine Flammvorbehandlung erforderlich. Durch den Beflammvorgang bei einer Temperatur von ca. 1000º Celsius werden die Molekülketten des Kunststoffes aufgebrochen und die in der Flamme enthaltenen Sauerstoffmoleküle eingebunden. Die dabei erreichte Verbesserung der Haftung, für die vorgenannte Weiterbearbeitung, hält abhängig vom verwendeten Trägermaterial nur begrenzt an. Die erreichte Standzeit der Haftung ist experimentell zu ermitteln. Um den Erfolg der Flammbehandlung festzustellen, wird die Benetzbarkeit des Trägermaterials überprüft.

Vor der Flammbehandlung
Vor der Flammbehandlung
Nach der Flammbehandlung
Nach der Flammbehandlung
Benetzbarkeit ist nicht ausreichend für die Haftung einer Beschichtung Deutliche Verbesserung der Benetzbarkeit mit der Testtinte nachweisbar.

Ein Maß für die Benetzbarkeit der Oberflächenspannung wird in mN/m (Millinewton pro Meter) oder auch in der Maßeinheit „Dyn" angegeben. Je höher dieser Messwert ausfällt, desto besser ist die Benetzbarkeit und somit die Haftung von einer Beschichtung. Unter Zuhilfenahme von diversen Testtinten kann die Oberflächenspannung gemessen werden. Diese ist abhängig von der Kontur und Struktur der Materialoberfläche. Das Behandlungsergebnis ist von folgenden Parametern abhängig:

  • von der Form, Größe und Flammcharakteristik des Brenners
  • vom optimalen Mischungsverhältnis des zugeführten Gas-Luft - Gemisches und vom Sauerstoffanteil für die Flamme
  • von der Arbeitsgeschwindigkeit und vom Abstand zwischen Brenner und Materialoberfläche.

Einsatzgebiet

Behandlung von kleineren und leicht strukturierten Formteilen. Aufgrund des Flammbereichs (aktive Zone) können leicht strukturierte Teile behandelt werden, ohne der Teilestruktur präzise folgen zu müssen. Für Roboteranwendungen werden spezielle Halterungen und flexible, robotertaugliche und hochfeste Schläuche verwendet.

Testtinten zur Messung der Oberflächenenergie von Kunststoff

Bei der Messung nach DIN 53 364 erfolgt der Tintenauftrag strichförmig mit einem Pinsel. Nach ASTM D 2578-84 wird die Testflüssigkeit mit einem Baumwollwattebausch flächig aufgetragen. Testtinten und Teststifte enthalten Flüssigkeiten mit definierter Oberflächenspannung, in verschieden abgestuften Sets. Beide Methoden stellen einen Benetzbarkeitstest zur Feststellung der Oberflächenenergie (wetting tension) von Kunststoffen dar. Beide Methoden verwenden die gleichen Testflüssigkeiten. In der industriellen Praxis wird zur Messung der Oberflächenenergie die Methode nach DIN 53 364 häufig vorgezogen, da sie wesentlich schneller und sicherer zu handhaben ist, als die Methode nach ASTM D 2578 - 84. Die SOFTAL Testtinten sind für beide Messmethoden uneingeschränkt einsetzbar.